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Dialog-Kreis: „Die Zeit ist reif für eine politische Lösung

im Konflikt zwischen Türken und Kurden“

Geschäftsstelle: Postfach 903170, D-51124 Köln, Tel: 02203-126 76, Fax: 126 77, dialogkreis@t-online.de, www.dialogkreis.de

Koordination: Andreas Buro, Am Sonnenberg 42, 61279 Grävenwiesbach, Tel:06086-30 87, Fax:06086-243, Andreas.Buro@gmx.de

 

·          Dialog-Kreis, Postfach 90 31 70, D- 51124 Köln

 

 

Pressemitteilung        

6. November 2007

 

 

Breite Zustimmung zum Appell der Friedenbewegung "Die Waffen nieder!" im türkisch-kurdischen Konflikt

 

Angesichts der drohenden Eskalation der Kämpfe an der türkisch-irakischen Grenze ist die Zustimmung zum Appell der Friedensbewegung enorm angestiegen. Nicht nur die großen Organisationen wie Medico international, die IPPNW Ärzte gegen Atomwaffen und in sozialer Verantwortung, Pro Asyl und Pax Christi-Gruppen haben ihre Zustimmung gegeben, sondern auch die deutsche Sektion von attac und die ‚Kooperation für den Frieden’, eine Dachorganisation der über 40 Organisationen der Friedensbewegung angehören, zählen zu seinen Unterstützern.

Der Appell (s.u.) fordert eine Entwaffnung der PKK unter internationaler Kontrolle und eine Amnestie durch die türkische Regierung für alle an den Kämpfen Beteiligten. So kann der Weg für eine friedliche und wirkliche Lösung des "Kurdenkonflikts" freigemacht werden.

Eine vom Monitoring-Projekt detailliert ausgearbeitete 'Road Map' zu einer friedlichen Lösung' findet sich unter http://www.koop-frieden.de/monitoring-dossier2.pdf.

Für weiterführende Informationen stehen wir gerne zur Verfügung: Andreas Buro, Tel:06086-30 87, Andreas.Buro@gmx.de, und der Dialogkreis,  Tel: 02203-126 76, dialogkreis@t-online.de.

 

 

 

 

Deutsche Friedensbewegung appelliert:

„Die Waffen nieder“ im türkisch-kurdischen Konflikt!

Es ist, als ob zwei Züge aufeinander rasen und die Lokführer eines jeden brüllen sich zu, der andere solle bremsen. Die Kämpfe in kurdischen Gebieten in der Türkei und an der Grenze zum kurdischen Teil des Irak werden immer heftiger. Die Spirale der Gewalt dreht sich in Rache und Gegenrache. Ankara steht unter Druck, seinen Generälen grünes Licht für Intervention im Irak zu geben. Dann würde das gegenseitige Morden erst richtig losgehen – ohne Rücksicht auf die Zivilbevölkerung. Dies muss und kann verhindert werden. Ein großer Schritt auf jeder Seite kann den Anfang zur Umkehr bilden:

Wir fordern die PKK auf, jegliche Kampfhandlungen zu unterlassen, ihre Kämpfer unter internationaler Beobachtung aus der Türkei zurückzuziehen und eine Entwaffnung ihrer Guerilla-Verbände unter der Aufsicht der Vereinten Nationen anzubieten.

Wir fordern die Regierung der Türkei auf, einen Rückzug der PKK-Guerilla aus der Türkei militärisch nicht zu behindern und gleichzeitig eine generelle Amnestie für alle am türkisch-kurdischen Konflikt Beteiligten zu erlassen.

Ist dies geschehen, kann der politische Dialog, um die Lösung der Kurdenfrage im Rahmen der Türkei aufgenommen werden. Ein Land wie die Türkei, das sich um eine Aufnahme in die multi-ethnische, multi-kulturelle und multi-religiöse Europäische Union bemüht, muss auch im eigenen Lande diese Pluralität akzeptieren. Das überwindet die Gefahr des Separatismus und dient der Aussöhnung und der Verwirklichung der Menschenrechte.

Gegenwärtig versuchen die USA, Ankara an einer Invasion in den Nordirak zu hindern. Die EU und ihre Staaten haben allen Grund sich für eine politische Lösung in diesem Konflikt einzusetzen. Sie können es tun, indem sie die kurdische Guerilla nicht länger als terroristisch betrachten, wodurch sie sich selbst friedenspolitisch handlungsunfähig machen. Wer Frieden schaffen will, muss mit allen Konfliktseiten sprechen können.

Wir fordern deshalb die EU und die EU-Staaten auf, sich mit energischen Schritten einer weiteren Eskalation dieses Konflikts entgegenzustellen und sowohl in der Türkei wie auch gegenüber der PKK-Guerilla für die genannten ersten Schritte einzutreten.

Wer Frieden will, muss den Frieden vorbereiten! Das ist jetzt das Gebot der Stunde!

* * *

Aachener Friedenspreis e.V.; Dialog-Kreis „Die Zeit ist reif für eine politische Lösung im türkisch-kurdischen Konflikt“; Deutsche Sektion von attac; Deutsche Sektion der Internationalen Ärzte zur Verhütung des Atomkrieges / Ärzte in sozialer Verantwortung (IPPNW); Internationaler Versöhnungsbund Deutscher Zweig e.V.;
Komitee für Grundrechte und Demokratie; Internationaler Versöhnungsbund Deutscher Zweig e.V.;
medico international; AG Türkei/Kurdistan im Netzwerk Friedenskooperative; Pax Christi, Kommission Asyl/ Flüchtlinge; Pro Asyl und Kooperation für den Frieden (Der Kooperation gehören folgende 44 Friedensorganisationen an):
Aachener Friedenspreis e.V.; Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF); Aktionsgemeinschaft Friedenswoche Minden; Antikriegsbündnis "Menschen für den Frieden Düsseldorf"; Menschen für den Frieden; Bildungs- und Begegnungsstätte für gewaltfreie Aktion KURVE Wustrow; Bremer Aktion für Kinder (BAKI); Bundesarbeitsgemeinschaft gegen Mobbing (BAM) c/o BAKI-Schule - Meine Schule; Bund demokratischer WissenschaftlerInnen (BdWi); Bund für Soziale Verteidigung (BSV); Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU); Christen für gerechte Wirtschaftsordnung (CGW); Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG/VK); EUCOMmunity; Evangelische Arbeitsgemeinschaft zur Betreuung von Kriegsdienstverweigerern (EAK); Evangelisch-methodistische Kirche in Deutschland – Friedensausschüsse EmK-Konferenzgeschäftsstelle der SJK; Frauen in Schwarz Hamburg; Frauennetzwerk für Frieden e.V.; Forum Ziviler Friedensdienst (forumZFD); Friedensforum Münster; Friedensinititiative Nottuln e.V.; Friedensgruppe Altenholz; Friedensrat Müllheim; Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Hauptvorstand; Internationale JuristInnen gegen ABC-Waffen (IALANA); Infostelle für Friedensarbeit, Meckenheim; Deutsche Sektion der Internationalen Ärzte zur Verhütung des Atomkrieges / Ärzte in sozialer Verantwortung (IPPNW); Internationale Frauenliga für Frieden und Freiheit (IFFF), IFFF-Deutsche Sektion; Internationaler Versöhnungsbund - deutsche Sektion; Komitee für Grundrechte und Demokratie; Koordinierungsausschuss der Friedensbewegung in der Region Ingolstadt; Leserinitiative Publik e.V.; Lebenshaus Schwäbische Alb - Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie e.V.; Mönchengladbacher Friedensforum; NaturwissenschaftlerInnen-Initiative "Verantwortung für Frieden und Zukunftsfähigkeit"; Netzwerk Friedenskooperative; Netzwerk Friedenssteuer; Ökumenisches Friedensnetz Düsseldorfer Christinnen und Christen; Ökumenisches Zentrum für Umwelt-, Friedens- und Eine-Welt-Arbeit, Berlin; Pädagoginnen und Pädagogen für den Frieden (PPF); Pax Christi - Deutsche Sektion; Rhöner Friedenswerkstatt im UNESCO-Biosphärenreservat, Künzell; Ver.di-Jugend; Werkstatt für Gewaltfreie Aktion, Baden